Post aus Bolivien

Zunächst möchte ich mich für die Hilfe ihrer Pfarrei bedanken und ihr Mitgefühl. Leider ist in Bolivien die Schulbildung ausgesetzt worden, denn wir verfügen nicht über über Sicherheitsmodelle wie bei Ihnen noch rechtliche Möglichkeiten. Recht auf Bildung unserer Kinder noch das Recht auf Gesundheitsvorsorge gibt es in Bolivien nicht und so war es nicht das Beste, was die Regierung bei der Ankunft des Virus COVID 19 verordnete. Die Menschen, die in ihren Hütten keinen Schutz vor der Epidemie hatten und nicht in Quarantäne leben und auch nicht arbeiten konnten, gingen auf die Straße, um mit weißen Tüchern ihre Not anzuzeigen. Die Zahl dieser Menschen stieg täglich. Kinder überfluteten die Straßen um mit selbst gepflückten „Heilkräutern“ etwa 2 Bolivianos (etwa 3 Cent) zu verdienen, um ihren Eltern zu helfen .Die Kinder und Jugendlichen des Abendschulcentrums Ladislao Cabrera, ebenso wie andere Kinder, hatten keinen Zugang zur Schule und zum Unterricht und waren untröstlich.

Ich habe den Pfarrer der Kathedrale kontaktiert, da er Hilfe organisiert. Er kennt die ärmsten Familien und unterstützt diese Familien mit Nahrung und Medikamenten. Ich habe ihn bei dieser Arbeit mit der Hilfe aus Sindelfingen unterstützt.

Die Realität der gefährdeten Sektoren in meinem Land ist sehr traurig: im Altenheim der Stadt Potosi (die Stadt liegt auf 4.500 m) war die Lage besonders tragisch. 95 % der Bewohner und die Schwestern waren mit Covid infiziert, auch das St, Josefs Altenheim hier in der Stadt.

Ich unterstütze immer das Altenheim: Sagrada Familia, hier konnten die Schwestern verhindern, dass der Virus in das Altenheim eindrang, wir unterstützen dieses Heim aktuell mit Reinigungsmittel für die alten Leute und Vitaminen.

Danke für das Vertrauen in mich

Marcella

Herzlich Willkommen Pfarrer Robert!

Wir freuen uns sehr, dass Pfarrer Robert uns in unseren Kirchengemeinden unterstützen wird und heißen ihn herzlich in Sindelfingen willkommen. In einem Brief stellt er sich vor:

Liebe Mitchristen,

ich hoffe, dass es Ihnen allen gut geht. Als erstes möchte ich mich bei Ihnen allen bedanken, dass Sie alle in Ihrem Herz einen Platz für Pfr. Paul gehabt haben. Deswegen ist die Kirche in vergangenen Sonntagen gut besucht gewesen. Ich hoffe, dass in Ihren Herzen auch für mich ein Platz sein wird. Ich danke Pfr. Paul, für seinen wertvollen Priesterlichen Dienst in Sindelfingen und wünsche Ihm einen guten Flug und Gottes Segen.

Ich bin Pfarrer Robert, ich komme aus Indien; aus Kerala. Dort leben noch mein Vater und meine drei Geschwister. Ich habe eine Schwester und zwei Brüder, der jüngste Bruder ist auch Priester.

Im Jahr 2000, nach Weihnachten, am heiligen Stephanstag, bin ich zum Priester geweiht worden.

Ich habe 14 Jahre in meiner Heimat, in mehr als 22 Pfarreien als Pfarrer gearbeitet, und gleichzeitig habe ich verschiedene Verantwortungen wahrgenommen.

2014 bin ich nach Deutschland gekommen. Am Anfang habe zwei Jahre in der Eifel, in einer Ordensgemeinschaft, gelebt. In Köln habe ich meinen Sprachkurs in Deutsch besucht. Nach zwei Jahren bin ich ins Bistum Passau gekommen und dort habe ich zwei Jahre meinen Seelsorgedienst ausgeübt. Anschließend war ich ein Jahr in der Schweiz.

In Europa, vor allem in Deutschland und in der Schweiz, habe ich auch als Aushilfepriester und Pfarrvikar in 8 verschiedenen Pfarreien meinen Dienst geleistet.

In Indien gibt es drei verschiedene Liturgische Riten, der Lateinische Ritus, der Malabarische Ritus und der Syro Malankara Ritus. Ich gehöre zum Syro Malankarischen Ritus. Diesem gehören12 verschiedene Bistümer an. Mein Bistum in Indien /Kerala ist das Bistum Parassala. Es ist erst am 05. August 2017 gegründet worden. Das neue Bistum hat 103 Pfarreien und 30 einheimische Priester. 20 Priester unterstützen uns aus verschiedenen Bistümern. Außerdem haben wir 57 Seminaristen. Von den 30 geweihten Priestern studieren zwei in Rom. Ein anderer arbeitet in Amerika und ich bin bei Ihnen in Deutschland. Ein Grund, warum ich in Europa arbeite ist, um mein Bistum etwas zu unterstützen.

Liebe Mitchristen, ich freue mich, dass ich bei Ihnen meinen priesterlichen Dienst ausüben darf. Ich bin immer da für Sie, und Sie dürfen mich jederzeit anrufen oder besuchen.

In dieser schwierigen Zeit brauchen wir viel Kraft und Gottes Hilfe. So sagt Gott uns, „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; hab keine Angst, denn ich bin dein Gott! Ich habe dich stark gemacht, ja ich habe dir geholfen und dich gehalten mit meiner siegreichen Rechten. Isaiah 41:10“

Ich wünsche Ihnen allen alles Gute und Gottes Segen, bleiben Sie gesund!

Ihr Pfr. Robert

 

 

Absage der Senioren-Geburtstagsfeier

Die Damen des Senioren-Besuchsdienstes haben bisher einmal im Jahr die Jubilare im Alter von 75, 80 ,85, 90 und älter zu einem Kaffeenachmittag mit kleinem Programm ins Gemeindehaus St. Maria eingeladen.

Diese Geburtstagsfeier fällt 2020 aus, da wegen der Corona-Pandemie im Gemeindehaus nur Veranstaltungen mit sehr begrenzter Teilnehmerzahl und ohne Bewirtung stattfinden dürfen.

Wir bedauern die Absage sehr und hoffen, dass wir im nächsten Jahr wieder gemeinsam feiern können.

Bleiben Sie gesund.

Ihre Damen vom Besuchsdienst St. Maria