Kirche

Unsere Kirche St. Maria ist für Sie tagsüber geöffnet bis zur Dämmerung. Gern können Sie in diesem Zeitraum die Stille genießen, für Ihre Anliegen beten, eine Fürbitte in das Buch bei den Opferkerzen eintragen oder auch eine Kerze für Ihre Lieben entzünden.

Der erste Raumeindruck im Innern der Kirche entsteht durch die hoch gewölbte, mehrfach gegliederte Holzdecke. Die Lichtführung verstärkt die aufwärts weisende Geste des gesamten Bauwerks. Die Kombination aus Holz und Naturstein bestimmt die Atmosphäre. Nach 25 jährigem Bestehen von St. Maria wurde 1997 der Altarraum neu gestaltet. Der Altar ist der Tisch des Brotes. In jeder Eucharistiefeier, das bedeutet Danksagungsfeier,  denken wir an Jesus und vergegenwärtigen uns sein Sterben und Auferstehen. Im „Leib Christi“ haben wir Anteil an seinem Leben.

In der Achse der Blickrichtung zum Altar wurde durch den Künstler Rudolf Kurz an der Chorwand ein Kreuz errichtet. Es entsteht allein durch Licht und Schatten, die die nebeneinander gesetzten Stahlplatten erzeugen.

Auf den Platten ist ein zart angedeuteter Christuskorpus zu erkennen. Er ist nur als Negativform, als Abdruck zu erkennen.

Die Negativform will als Spur verstanden werden, aber auch als Eindruck den Jesus durch sein Leben, sein Leiden und seinen Tod hinterlassen hat. Der angedeutete Korpus will zugleich Erinnerungsmal, Vergegenwärtigung Christi aber auch Auferstehung und Himmelfahrt andeuten.

Die Osterkerze wird erstmals in der Osternacht entzündet, Christus ist das Licht, das unser Leben erhellt. Wir sind als Christen dazu gerufen, als „Kinder des Lichtes“ zu leben.

Bei der Umgestaltung des Tabernakels griff man auf das Gehäuse, das in Plexiglas ausgeführt wurde, zurück. Um das Sakramentshaus hervorzuheben und seine Kostbarkeit besonders bewusst zu machen, wurde der transparente Tabernakel auf zwei Träger aus patiniertem Stahl gesetzt.

Die getroffene Materialkombination des Tabernakels wurde aufgegriffen und kehrt am Ambo wieder. Dieser besteht im Kern aus einem Steinsockel, sowie aus einem Stahl- und Plexiglasüberbau. Der Ambo, als „Tisch des Wortes“, ist durch die materielle Grundübereinstimmung mit dem Altar, der als „Tisch des Brotes“ gilt, verbunden.

Auch im Taufbecken sind die Materialien Plexiglas und Stahl wiederzufinden. Neu geschaffen wurde außerdem die Marienfigur. In ihr wurde der Titel „Königin des Friedens“ umgesetzt. Maria erhält diesen Ehrentitel, weil sie den gebar, der unser Frieden und unsere Versöhnung ist.

Maria hält vor sich das Jesuskind und stellt es zugleich als den Messias vor Augen, den Schössling aus der Wurzel Jesse, auf den sich der Geist des Herrn niederlässt, den Friedensfürst. Das Jesuskind breitet in diesem Bildwerk weit die Arme aus, eine Geste der Einladung und der Versöhnung. Diese Körperhaltung weist aber auch zugleich auf die Grundgestalt des Kreuzes hin, auf das Erlösungswerk Gottes durch Jesus.

Die Marienfigur und die Kreuzgestaltung an der Rückwand des Chores sind aufeinander bezogen und bilden so eine Einheit.